Glossar

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A

Abdomen
Bauch-, Rumpfabschnitt zwischen Brustkorb und Becken.

Ablation
Entfernung eines Organs oder eines Teils eines Organs, z.B. Schilddrüsenablation: Entfernung der Schilddrüse.

Abszess
Eitrige - von einer Kapsel umgebene - Entzündung.

Adenom
Gutartiger Knoten in der Schilddrüse; häufig sind Adenome funktionell aktiv ("heiße Knoten") und können zur Überfunktion führen.

Adynamie, adynam
Kraftlosigkeit, Schwäche, fehlender Antrieb.

Affinität
Neigung/Triebkraft zum Eingehen einer Verbindung, z.B. zwischen Antigen und Antikörper, chemischen Elementen, Wechselwirkung zwischen Rezeptor und Hormon, etc.

Ätiologie
Ursache einer Krankheit.

AK
Antikörper.

Akropachie
Knochenverdickung mit gleichzeitiger Weichteilverdickung an Fingern und Zehen bei länger bestehender Hyperthyreose.

Aktiver Transport
Im Gegensatz zu passivem Durchlass wird beim Durchtritt eines Stoffes/Partikel/Substanz von einem Körperraum zum anderen (z.B. vom Blutgefäß in eine Zelle) ein spezieller Mechanismus aktiv.

Akut
Plötzlich einsetzend, nicht lange anhaltend.

Albumin
Wasserlöslicher Eiweißkörper. 50 – 60% Anteil an den Eiweißstoffen im menschlichen Serum. Aufgabe: Aufrechterhaltung des osmotischen Drucks im Gefäßsystem, Trägerstoff für Spurenelemente, Vitamine, Pharmaka, etc.

Alimentär
Mit der Nahrung/Ernährung zusammenhängend.

Amenorrhoe
Nicht-Eintreten oder Ausbleiben der Regelblutung. Ursachen: Entwicklungs- oder Funktionsstörungen der Eierstöcke, Fehlen spezifischer weiblicher Hormone, endokrine und schwere Allgemeinerkrankungen.

Aminosäure
Eiweißbaustein.

Amiodaron
Antiarrhythmikum (Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen) der Klasse III.  Einsatz bei supraventrikulären und ventrikulären Arrhythmien (Rhythmusstörungen des Herzens).Hoher Jodgehalt, daher kann der Einsatz des Medikaments bei bestimmten Schilddrüsenkrankheiten (latente/manifeste Hyperthyreosen bei Autonomie oder Immunhyperthyreose) zu Problemen führen. Vor dem Einsatz dieses Medikaments ist in jedem Fall eine Schilddrüsenuntersuchung notwendig.

Anästhesie (Anästhesist)
Fachgebiet (Facharzt) für Narkoseverfahren.

Anabol
Aufbauend, Umwandlung von Nahrungsstoffen in körpereigene Substanzen (z.B. in Muskulatur).

Anamnese
Krankheitsvorgeschichte.

Anaplastisches Schilddrüsenkarzinom
Seltene und sehr bösartige Form des Schilddrüsenkrebses.

Angina pectoris
Anfallsartig auftretende Schmerzen in der Herzgegend (Ausstrahlung in Arm, Gesicht, Bauchregion möglich), verbunden mit Beengungs- und Vernichtungsgefühl.

Anorexia nervosa (Magersucht)
Extremer Gewichtsverlust und Furcht vor Gewichtszunahme. Betroffen sind fast ausschließlich jüngere Frauen (12. – 30. Lebensjahr. Ursache: häufig psychische Störungen, basierend auf einer pathologischen Familiendynamik.

Anorganisch
Nicht-organisch. Chemische Verbindungen, die keinen Kohlenstoff enthalten.

Anovulatorisch
Zyklus ohne Eisprung als Folge einer fehlenden Follikelbildung, fehlender Gelbkörperbildung und (häufiger) bei gestörter hypophysärer Steuerung. Typisch: Monophasische Basaltemperatur.

Antigen
Substanz, die vom Organismus als fremd erkannt wird und Immunreaktion auslöst.

Antikörper
Eiweißstoff, der vom körpereigenen Immunsystem (Abwehrsystem) hergestellt wird. Antikörper sind gegen Krankheitserreger gerichtet oder gegen körperfremde Gewebe.

Arrhythmie
Störungen der regelmäßigen Herzschlagfolge ("Herzstolpern").

Aspirat
Mittels Aspiration gewonnenes Material (z.B. aus Schilddrüsenknoten oder -zysten).

Assay
Ansatz, Test, Nachweisverfahren.
Assays werden z.B. eingesetzt, um die Konzentration der Schilddrüsenhormone im Blut zu messen. Es gibt Assays, die mit Radioaktivität arbeiten und daher Radioimmunoassays genannt werden, andere Assays arbeiten mit Enzymen (Enzymimmunoassays).

Assoziation
Verknüpfung von Vorstellungen, Bewegungen Einzelmolekülen, Bewegungen etc. Im psychologischen Bereich: Einfälle/Verknüpfungen zu bestimmten Wörtern/Bildern/Geräuschen etc.

Atrophie
Rückgang, Schrumpfung. Eine Atrophie der Schilddrüse kommt vor bei der chronischen Autoimmunthyreoiditis vom Typ Hashimoto.

Atypisch
Abweichung vom Typischen, von dem, was am häufigsten vorkommend. Gilt für normale wie auch pathologische Vorgänge.

Auskultation
Abhören eines Organs (z.B. Herz oder Lunge).

Autoantigen
Körpereigene Substanz (aus Zellen, Zellstrukturen), die vom Immunsystem als fremd erkannt wird.

Autoantikörper
Vom Immunsystem hergestellter Eiweißstoff, der körpereigenes Gewebe angreift. Er kann zur Zerstörung des Gewebes führen (bei der Autoimmunthyreoiditis vom Typ Hashimoto) oder aber zur Stimulation von Zellen führen (bei der Immunhyperthyreose vom Typ Morbus Basedow).

Autoimmunkrankheit
Krankheit bei der das körpereigene Gewebe von Autoantikörpern angegriffen wird und zerstört oder stimuliert werden kann.

Autonomes Adenom
Alter Begriff für: unifokale Autonomie. Knoten in der Schilddrüse, der unabhängig vom Steuerungshormon Schilddrüsenhormone produziert. Folge kann eine Überfunktion sein. Unifokale Autonomien sind nahezu ausnahmslos gutartige Knoten.

Autonomie
Selbständig, unabhängig. Bezeichnet Überfunktionsform, die unabhängig von TSH-Steuerung ist.

Autoregulation
Selbständige Regulierung eines geschlossenen oder offenen Systems ohne feste Steuerung von außen. Beispiel: Autoregulation der Schilddrüse bei Ausfall der TSH-Regulation durch die Hypophyse.

B

Basal
Basis, Grund, Ausgangs....

Basedow'sche Krankheit (Synonyme: Grave's disease, Immunhyperthyreose)
Krankheit, bei der Antikörper gegen den Rezeptor des TSH gerichtet sind. Folge ist eine überschießende Hormonproduktion der Schilddrüse durch Überproduktion von Antikörpern gegen TSH (TSH-Rezeptor-Antikörper). Folge der Basedow'schen Krankheit ist eine Überfunktion.

Benigne
Gutartig.

Betastrahlen
Korpuskularstrahlung (Elektronen und Positronen), die durch den „Betazerfall“ genannten radioaktiven Zerfall radioaktiver Isotope entsteht.

Biopsie
Gewebeprobe aus dem lebenden Organismus durch ein Instrument (z.B. Kanüle mit Vakuumvorrichtung).

Biphasisch
Mit 2 Phasen ausgestattet.

Blande (Struma)
Nicht infiziert, unkompliziert. Bezeichnung für nicht maligne, nicht knotige Schilddrüsenvergrößerung ohne Komplikationen.

Blutsenkung
Beim Stehenlassen einer Blutprobe sinken die festen Bestandteile - rote und weiße Blutkörperchen - durch die Schwerkraft nach unten. Eine erhöhte Geschwindigkeit deutet auf eine Entzündung im Körper hin.

Bq
Becquerel. Becquerel ist die Maßeinheit, die die Anzahl der Zerfälle von radioaktiver Strahlung angibt (Einheit: Zerfälle pro Sekunde).

C

Ca (Carcinoma)
Abkürzung für "Carcinoma" (lateinisch für Karzinom/Krebs).

Calcitonin (Ct)
Ein Hormon, das von den C-Zellen der Schilddrüse hergestellt wird. Es dient zur Regulation des Calciumstoffwechsels im Körper. Calcitonin ist ein wichtiger Marker zur Entdeckung des sogenannten C-Zell-Karzinoms.

Carbimazol
Medikament, das die Produktion von Schilddrüsenhormonen hemmt (sogenanntes Thyreostatikum).

Carrier
Trägerstoff; an aktivem Transport durch die Zellmembran beteiligte Moleküle.

Cholesterin
Fettähnliches Molekül, das im gesamten Organismus vorkommt. Vorstufe der Gallensäure, Bestandteil der Zellmembran und der Nervenbahnmembran.

Chromosom
Speicherplatz für Erbanlagen.

Chronisch
Langandauernd. Über einen langen oder längeren Zeitraum bestehend.

Clearance
Entfernung einer bestimmten Substanz aus dem Blut als Ausdruck der Leistung eines bestimmten Organs, z.B. der Niere.

Compliance
Zuverlässigkeit und Bereitschaft des Patienten, bei Diagnostik und therapeutischen Maßnahmen mitzuwirken.

Computertomographie, CT
Spezielle Untersuchungstechnik mit Röntgenstrahlen, die Schnittbilder des Körper erzeugt und eine hohe Auflösung hat.

Corpus luteum, Gelbkörper
Lateinischer Begriff für Gelbkörper des Eierstocks, in dem das Hormon Progesteron (Gelbkörperhormon) gebildet wird. Stellt in der 4. Woche des Zyklus seine hormonelle Tätigkeit ein, wenn es nicht zu einer Befruchtung des Eies und somit zu einer Schwangerschaft kommt.

Cushing-Syndrom
Syndrom basierend auf einer vermehrten Kortisolsekretion durch die Nebenniere; Symptome: "Vollmondgesicht", Fettsucht im Bereich des Körperstamms, Hautstreifen, Bluthochdruck, allgemeine Leistungsschwäche, Osteoporose, Diabetes.

C-Zellen
Zellen innerhalb der Schilddrüse, die Calctionin produzieren.

C-Zell-Karzinom
Krebserkrankung innerhalb der Schilddrüse, die jedoch nicht von den Schilddrüsenzellen selbst, sondern von den C-Zellen, die sich zwischen den Schilddrüsenzellen befinden, ausgeht. Wichtigster Tumormarker: Calcitonin.

D

De Quervain-Thyreoiditis
Schilddrüsenentzündung, die sich mit starken Schmerzen im Bereich der vorderen Halsregion äußert. Meistens strahlen die Schmerzen in die Ohrregion aus. Die De Quervain-Thyreoiditis wird wahrscheinlich durch Viren hervorgerufen.

Defizit
Mangel.

Degeneration
Funktionsminderung durch Schädigung von Zellen oder Stoffwechselstörungen.

Dehydration
Entwässerung. Entzug von Wasser aus einem Organ, Organismus, Kompartiment etc.

Denaturierung
Veränderung ursprünglicher (nativer) Strukturen/Zustände in nicht mehr native Strukturen/Zustände, gilt insbesondere für Eiweiße. Der Vorgang ist nicht umkehrbar.

Depression
Seelische Störung in Form einer gedrückten, pessimistischen (traurigen) Stimmungslage, auch verbunden mit Angstzuständen.

Dermatopathie
Allgemeiner Oberbegriff für Krankheiten der Haut.

Destruktion
Zerstörung (eines Organs, oder Teilen eines Organs).

Diabetes mellitus
Zuckerkrankheit, unterteilt in Typ I und II. Typ I: Kinder und Jugendliche. Typ II: Manifestation im Erwachsenenalter.
Manifester Diabetes: Nüchternblutzucker > 120 mg/dcl.

Diastole
Stadium der Erschlaffung des Herzmuskels; während der Diastole erfolgt die Füllung der Herzkammern mit zurückfließendem Blut.

Differentialdiagnose(n)
Bei der Erstellung einer Diagnose zu berücksichtigende andere (mögliche) Diagnosen.

Differenziertes Schilddrüsenkarzinom
Strukturelle und funktionelle Ähnlichkeit von Krebszellen mit gesunden Schilddrüsenzellen. Differenzierte Karzinome der Schilddrüse sind: Papilläres, Follikuläres, C-Zell-Karzinom.

Diffus
Ganzes Organ betreffend.

Diffusion
Verteilung durch Mischung von Molekülen oder Ionen zum Ausgleich des Konzentrationsunterschied zwischen Räume mit verschiedenen Konzentrationen. Man unterscheidet frei, passive Diffusion und aktive, über Carrier ablaufende Diffusion.

Diskrepanz
Widersprüchliches, abweichendes, nicht passendes Ergebnis/Befund.

Disseminiert
Über das ganze Organ verbreitet (Gegensatz zu fokal = nur an einer bestimmten Stelle).

Doppler-Sonographie
Spezielles Ultraschallverfahren, mit dem der Blutfluss in einem Organ (oder den Blutgefäßen) sichtbar gemacht werden kann.

Dominanter Erbgang
Rezessiver Erbgang
Ein bestimmtes Gen (Mutation) wird von einem Elternteil auf die Nachkommen vererbt und ist dort aktiv - auch wenn das Parallel-Gen die Mutation nicht aufweist.
Rezessiv: von beiden Elternteilen vererbte Gene müssen zusammenkommen, damit Gen (Mutation) aktiv ist.

Dorsal
Lateinischer Begriff für: Rückseite, zum Rücken hin gerichtet oder gehörend. Wird häufig in der räumlichen Beschreibung verwendet für: hinten gelegene Strukturen; im Gegensatz zu frontal. Frontal bezeichnet den vorne zugelegenen Anteil einer Struktur/Organismus/Organ etc.

E

Echogenität
Art der Reaktion von Gewebe (z.B. Schilddrüse) auf Ultaschallwellen: z.B. echoreich: vermehrte Reflektion der Schallwellen, echoarm: verminderte Reflektion der Schallwellen.

EGF
Epiderme growth factor. Englischer Begriff für ein Molekül, welches über einen spezifischen Rezeptor in der Zellmembran zu vermehrtem Wachstum epidermaler (Außenschicht der Körperhaut) Gewebe führt. Der EGF wird als Co-Faktor für die Mitentstehung der Struma verantwortlich gemacht.

Elimination
Begriff für Ausscheidung, Aussonderung, Verstoffwechslung.

Embryonalentwicklung
Phase der Entwicklung eines Lebewesens nach Einnistung des befruchteten Eis in die Gebärmutter, dauert beim Mensch bis zur 14. Woche. Am Ende der Embryonalentwicklung haben sich alle Organe gebildet, der Embryo ist ca. 12 cm lang.

Emission
Abgabe, Aussendung (z.B. von Strahlung oder Teilchen).

Endemie, endemisch
Begriff für eine Krankheit, die in einer bestimmten Region einen größeren Anteil an der Bevölkerung hat und dort regelmäßig zu finden ist (z.B. endemische jodmangelbedingte Struma).

Endogen
Im Körper entstehend (z.B. endogenes Hormon: von der Schildrüse gebildetes Hormon; exogenes Hormon: von aussen zugeführtes Hormon).

Endokrin
Im Zusammenhang mit einer Drüse (z.B .Schilddrüse oder andere, Hormon bildende Drüse) stehend.

Endokrinologie (Endokrinologe)
Fachgebiet (Arzt) innerhalb der Medizin, das sich mit Krankheiten innerer Drüsen befasst.

Endokrine Drüsen
Hormonproduzierende Gewebe, geben ihr Produkt (Hormon) über das Blut an den Organismus (nach innen - endokrin) ab. Endokrine Drüsen sind: Schilddrüse, Nebenschilddrüse, Eierstöcke, Hoden, Nebenniere.

Endokrine Ophthalmopathie
Vom Immunsystem ausgehend Entzündung des Inhalts der Orbita. Beteiligung der Augenmuskeln, kommt häufig zusammen mit der Basedow'schen Erkrankung vor.

Enzym
Eiweißstruktur in Zellen, die Stoffwechselvorgänge beeinflusst und beschleunigt.

Epidemiologie, Epidemiologe
Methode (Spezialist) innerhalb der Medizin zur Erfassung der Häufigkeit von bestimmten Krankheiten innerhalb der Bevölkerung und deren Ursachen.

Epithel
Einschichtiges oder mehrschichtiges Deckgewebe, Schutz und Stoffwechselorgan, bekleidet die äußere Körperoberfläche und Hohlorgane und Körperhöhlen.

Epithelkörperchen
Nebenschilddrüsen; produzieren Parathormon und regulieren Kalziumstoffwechsel.

Ethanol (Äthanol)
Alkohol (96 Vol.%).

Exogen
Von aussen in den Körper eingeführt; z.B. synthetische Schilddrüsenhormon.

Exophthalmus
Bezeichnung für das Hervortreten der Augen bei der Basedow-Krankheit, wenn gleichzeitig eine Augenbeteiligung vorhanden ist. Ursache ist ein entzündlicher Prozeß der Augenmuskeln. Es kommt dadurch zu Wasseransammlungen und Verdrängung der Augäpfel nach vorne sowie durch Begleitreaktion zu Entzündungszeichen im Bereich der äußeren Augenanteile (Lider, Bindehaut).

Exposition
Ausgesetztsein des Organismus der Wirkung bestimmter äußerer Faktoren, z.B. einer Strahlung.

F

Fertilität
Fähigkeit zur geschlechtlichen Vermehrung.

Fetus, Fötus
Abschnitt der Kindsentwicklung nach Abschluß der Embryonalzeit bis zur Geburt. Beginnt etwa ab der 14. Woche.

Fibroblasten
Zellen, die sich an der Bildung von Interzellularsubstanz des Bindegewebes beteiligen. Nach Beendigung der Sekrektionstätigkeit wird die Zelle zum Fibrozyt.

Fibrose
Vermehrung des Bindegewebsanteils in Organen oder Organbestandteilen durch krankhafte Prozesse.

Florid
Heftig, deutlich ausgeprägt.

Fokal
Bestimmte, umschriebene Stellen betreffend.

Follikel
Speicher für Schilddrüsenhormone (Bläschen, das von Schilddrüsenzellen umgeben ist).

Follikuläres Schilddrüsenkarzinom
Eine Form des Schilddrüsenkrebses. Sie ist die zweithäufigste Form nach dem papillären Schilddrüsenkarzinom. Die Prognose ist etwas ungünstiger als bei der papillären Form.

Frontal
Im Gegensatz zu dorsal bezeichnet der Begriff vorne, an der Vorderseite gelegene Strukturen in der Beschreibung medizinischer Befunde.

FT3
Freie, nicht Eiweiß-gebundene Form des Trijodthyronins im Serum.

FT4
Freie, nicht Eiweiß-gebundene Form des Thyroxins im Serum.

G

Gamma-Kamera
Kamera, die in der Lage ist, radioaktive Strahlung im Gewebe aufzuzeichnen und diese zu einem Bild zusammenzusetzen. Die Kamera wird bei der Szintigraphie der Schilddrüse eingesetzt.

Gastritis
Magenschleimhautentzündung (akut oder chronisch), durch äußere oder innere Faktoren verursacht.

Gastrointestinal
Magen und Dünndarm betreffende Vorgänge, Erkrankungen, Hormone, etc.

Gen
Erbanlage.

Genese
Entstehung, Entwicklung.

Genetisch
Durch Erbanlagen bedingte Erkrankung.

Glandulär
Innere Drüsen betreffend, von innerer Drüse ausgehend.

Globusgefühl
Fremdkörpergefühl im Hals mit Schluckbeschwerden; entsteht u.a. bei Struma.

Glukogen
Die Zuckerbildung im Organismus betreffend, durch Abbau von Kohlenhytraten in der Glukogensynthese/Glukoneogenese.

Glukogensynthese/Glukoneogenese
Hormonell gesteuerte Neubildung von Glukose (Zucker) aus anderen Nährstoffen als Kohlenhydrate.

Gonaden
Geschlechtsdrüsen (Eierstöcke, Hoden).

Gravidität
Schwangerschaft.

Gray (Gy)
Einheit für Energiedosis; Messgröße für die Dosis einer Strahlentherapie oder Radiojodtherapie.

H

Halbwertszeit
Zeit, in der eine radioaktive Substanz zur Hälfte zerfallen ist; z.B. bei Tc-99m: 6 Stunden, bei Jod-131: 8 Tage.

Hashimoto-Thyreoiditis
Immunerkrankung der Schilddrüse, die im eigentlichen Sinn keine Entzündung ist, sondern eine Autoimmunerkrankung. Die Autoimmunerkrankung vom Typ Hashimoto ist chronisch und verläuft meistens atrophisch, d.h. das Organ schrumpft im Laufe der Zeit. Folge der Hashimoto-Thyreoiditis ist häufig eine Unterfunktion der Schilddrüse, die durch entsprechende Hormonsubstitution ausgeglichen werden muss.

HCG
Humanes Choriongonadotropin
Schwangerschaftshormon; kann zu Beginn der Schwangerschaft die Schilddrüse stimulieren (wie TSH) und zu leichter Überfunktion führen.

Heißer Knoten
Synonym für unifokale Autonomie. Knotige Veränderung im Schilddrüsengewebe, die mehr Jod aufnimmt als das umliegende, normal speichernde Gewebe. Üblicherweise verbirgt sich hinter einem heißen Knoten eine unifokale Autonomie.

Heparin
Wirkstoff, der die Blutgerinnung hemmt.

Hirnanhangdrüse
Hypophyse
Zum Gehirn gehörende Drüse, die das Hormon TSH (Thyreoidea stimulierendes Hormon = Schilddrüse stimulierendes Hormon) bildet, welches die Schilddrüse zur Herstellung und Ausschüttung der Schilddrüsenhormone anregt.

Histiozyten
Zellen des Bindegewebes mit Phagozytosefähigkeit.

Histologie (Histologe)
Fachgebiet (Spezialist) innerhalb der Medizin, welches den Aufbau und die Zusammensetzung von Gewebe (z.B. Gewebeproben, Tumoren) untersucht.

Hodgkinsche Krankheit
Nach dem Erstbeschreiber benannte Form von Lymphdrüsenkrebs.

Homogen
Gewebe, Struktur, Eigenschaft mit gleichartigen Funktionen; z.B. homogene Strahlung, homogene Echostruktur, homogene Jodaufnahme.

Hormon
Von einer Drüse produzierter Botenstoff. Er transportiert Informationen von einem Organ an andere Organe oder Zellen.

Human
Menschlich; vom Menschen stammend.

Hyper
Wortteil aus dem Griechischen: Oberhalb, über, über der Norm, zuviel.

Hyperplasie
Größenzunahme durch Vermehrung der Organzellen (Thyreozyten).

Hypertrophie
Größenzunahme durch Vergrößerung der Zellen bei normal bleibender Zellzahl.

Hyperthyreose
Überfunktion der Schilddrüse. Die Schilddrüse bildet zu viele Hormone, die in den Blutkreislauf gelangen und alle Stoffwechselfunktionen anregen. Folge der Überfunktionen sind verschiedene Beschwerden (z.B. Herzrasen, Schweißausbrüche, Gewichtsabnahme, psychische Veränderungen etc.).

Hypo
Wortteil aus dem Griechischem: Unterhalb, unterhalb der Norm, unzureichend, zuwenig.

Hypophyse
Hirnanhangdrüse.

Hypothalamus
Region im Zwischenhirn, in der sogenannte Freisetzungshormone (Releasing Hormone) gebildet werden, u.a. das TRH (Thyrotropin Releasing Hormone), welches das TSH in der Hypophyse freisetzt.

Hypothyreose
Unterfunktion der Schilddrüse. Die Schilddrüse produziert zu wenig Hormone. Der Mangel dieser Hormone im Blutkreislauf führt zu Beschwerden (z.B. Gewichtszunahme, Müdigkeit, langsamer Puls, Wassereinlagerungen im Gewebe, Abgeschlagenheit etc.).

I

IGF-I (Insulin like Growth Factor)
Wachstumsfaktor, insulinähnlich. Wird für die Entstehung der Struma mitverantwortlich gemacht.

Immunglobuline
Antikörper der spezifischen Immunabwehr, Plasmaprotein. Als Teil des Immunsystems (Antikörper) gegen körperfremde Gewebsbestandteile (Antigene) gerichtet.

Immunogen
Zur Immunantwort führendes Antigen.

Immunzellen
Zelluläre Bestandteile des Immunsystems.

Inappetenz
Fehlendes Verlangen nach Nahrung, Appetitlosigkeit.

Indikation, indiziert
Medizinisch begründete Maßnahme (z.B. Indikation zur Operation bei Krebsnachweis).

Indikator
"Spürsubstanz", die durch besondere Eigenschaften bestimmte Organfunktionen anzeigt (z.B. radioaktive Isotope des Jods).

Induzieren
Durch äußere Vorgänge beeinflusst.

Infertil
Lateinischer Ausdruck für unfruchtbar.

Infiltratives Wachstum
Gewebe, das in anderes Gewebe "eindringend" wächst, häufig Merkmal eines bösartigen Tumors.

Injektion
Rasche Einbringung (Einspritzen) einer Flüssigkeit/Medikament in den Organismus; meist in eine Körpervene.

Inspektion
Betrachtung.

Insuffizienz
Nachlassende und ungenügende Leistung/Funktion eines Organssystems in Bezug auf den Normalzustand.

Insulin
Hormon der Bauchspeicheldrüse (Pankreas). Senkt den Blutzuckerspiegel und wirkt direkt oder indirekt auf alle Stoffwechselreaktionen. Biologisch Halbwertzeit: ca. 30 Minuten. Ausscheidung über den Harn.

Intervall
Zeitabstand, Zwischenraum, Zeit zwischen zwei Ereignissen (z.B. Rezidiven einer Erkrankung).

Intestinal
Den Darmkanal/Verdauungstrakt betreffend.

Intoleranz
Unverträglichkeitsreaktion gegenüber Stoffen, Medikamenten oder äußeren Einflüssen, Maßnahmen etc.

Intra
Wortteil aus dem Lateinischen: Innerhalb, in, hinein.

Intrathyreoidal
Vorgänge/Zustände/Gewebe innerhalb der Schilddrüse.

Invasiv
Meist in Zusammenhang mit Diagnostik gebraucht: Diagnostische Maßnahme unter Verletzung der Körperintegrität (z.B. Punktion von Blutgefäßen, Katheteruntersuchungen, Punktion von Organen etc.).

In vivo
Im lebenden Organismus.

In vitro
Test, Messung ausserhalb des Organismus.

Involution
Altersbedingter Rückbildungsprozeß eines Organs.

Inzidenz
Anzahl neuer Erkrankungsfälle in einer bestimmten Zeiteinheit.

Ion
Elektrisch geladenes Teilchen; positiv: Kation; negativ: Anion.

Irritation
Störung/Reizung physischer oder psychischer Zustände. Beispiel im psychischen Bereich: Innere Unruhe, Angespanntheit, Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen etc. Bei Organen wird der Begriff im Allgemeinen mit einer durch äußere Vorgänge bedingten Störung der Funktion verwendet.

Isotop
Element, das gleiche Eigenschaften hat wie stabiles Element, aber durch Aussendung radioaktiver Teile zerfällt oder in anderes Element umgewandelt wird ("stabiles" Jod - Jod 127. Isotope: Jod-123, Jod-125, Jod-131).

J

Jod
Spurenelement. Baustein für Schilddrüsenhormon.

Jod-123, Jod -124, Jod -131
Isotope des Jods, die unter Aussendung radioaktiver Strahlen zerfallen, werden in der nuklearmedizinischen Diagnostik und Therapie verwendet.

Jodakne
Auftreten von pustolösen (pickelartigen) Erscheinungen nach innerlicher Anwendung von Jodpräparaten, am häufigsten im Gesicht.

Jodallergie
Allergie = gesteigerte Reaktion eines Organsystems ("Überempfindlichkeitsreaktion") auf äußere Zustände, Substanzen etc.
Bei der Jodallergie handelt es sich um Überempfindlichkeitsreaktionen, die schockartig sind und nach Einbringen jodhaltiger Kontrastmittel auftreten können. Ist durch bestimmte Maßnahmen jedoch beherrschbar.

Jodid
Salz der Jodwasserstoffsäure HJ (HJO3).

Jodination
Jodanreicherung in der Schilddrüsenzelle, Einbau des Jods in organische Moleküle, enzymatisch gelenkt.

Jodisation
Oxydation von Jodid zu elementarem Jod durch das Enzym Thyreoidale Peroxidase.

K

Kalter Knoten
Knotige Veränderung in der Schilddrüse. Ein kalter Knoten ist funktionsuntüchtiges Schilddrüsengewebe, welches kein oder gegenüber dem gesunden Gewebe vermindert Jod aufnimmt. Hinter kalten Knoten können sich verbergen: Zysten, sogenannte regressive Veränderungen, Schilddrüsenkrebs (selten: ca. 1-8% der kalten Knoten sind bösartig).

Kardio
Worteil: Herz/herzbetreffend.

Kardiovaskulär
Das Herzkreislauf-System betreffend (kardio = Herz, vaskuläres System = Kreislaufsystem).

Karzinom
Krebserkrankung der Schilddrüse. Man unterscheidet papilläre, follikuläre, medulläre (C-Zell-Karzinom) sowie anaplastische Karzinome.

Katabol
Abbau/Abbaustoffwechsel. Verlust von Muskeleiweiß durch Umwandlung von Proteinen im Intermediärstoffwechsel. Gegenteil von Anabol/Anabolismus.

Kaudal
In der Beschreibung medizinischer Befunde und Sachverhalte: nach unten gerichtet, unten gelegen, am unteren Rand gelegen.

Kausal
Lateinischer Begriff für ursächlich.

Kautelen
Voraussetzungen.

Keloid
"Wulstbildung" bei Narbenheilung, Bindegewebswucherung während Narbenbildung.

Kernspintomographie, MRT
Spezielle Untersuchungstechnik mittels eines Magnetfeldes (keine Strahlenexposition!). Sehr hohe Auflösung. Gut geeignet für die Untersuchung der endokrinen Orbitopathie.

Klonierung
Isolierung bestimmter Klone, die das Produkt von Einzelkulturen sind. Gewinnung einer Zellpopulation von Organismen mit identischem Genotyp. Geneinbringung einer DNS-Sequenz mit Hilfe der Gentechnologie.

Koagulation
Durch äußere Faktoren (z.B. Wärme) oder Enzyme verursachter Übergang eines Systems in ein Gel, dass sich unter Austritt von Flüssigkeit verdichtet, z.B. bei der Blutgerinnung.

Kohlenhydrat
Aus Kohlen-, Wasser- und Sauerstoff zusammengesetzte Bausteine (Zucker). Hochwertige Energielieferanten für rasche, hormonal gesteuerte Verwertung.

Kolloid
Gelartige Substanz im Inneren der Schilddrüsenfollikel. Darin werden die Hormone T3 und T4 gespeichert. Hergestellt wird das Kolloid von den Schilddrüsenzellen, die es auch umschließen.

Konjunktivitis
Entzündung der Bindehäute des Auges.

Konnatal
Lateinischer Begriff für angeboren.

Kontamination
Verunreinigung, Verschmutzung von Gegenständen, Personen durch z.B. radioaktive, biologische oder chemische Stoffe.

Kontraindiziert (Kontraindikation)
Gegenanzeige. Eine bestimmte medizinische Maßnahme ist nicht möglich bei bestimmten Umständen, Krankheiten, Behandlungen (z.B. Kontraindikation einer Radiojodtherapie in der Schwangerschaft).

Konzeption
Lateinischer Ausdruck für Empfängnis (Vereinigung von Ei und Samenzelle).

Koronar.. (kranzförmig)
Wird typischerweise verwendet in Zusammenhang mit Herzkranzgefäßen (Koronargefäße).

Kretinismus
Kleinwuchs und schwerste geistige Behinderung – verursacht durch eine von Geburt an bestehende Schilddrüsenunterfunktion bei extremem Jodmangel während der Schwangerschaft. Kommt in Europa nicht mehr vor.

Kropf
Vergrößerung der Schilddrüse. Häufigste Ursache ist der Jodmangel. Eine Vergrößerung der Schilddrüse liegt vor, wenn bei erwachsenen Frauen die Größe der Schilddrüse mehr als 18 ccm beträgt, bei erwachsenen Männern mehr als 25 ccm. Ca. 40% der erwachsenen Deutschen haben eine vergrößerte Schilddrüse.

Kropfprophylaxe
Verhinderung der Entstehung eines Kropfes durch Vorbeugung (ausreichende Jodversorgung).

L

Labilität
Instabilität, Wandelbarkeit, Empfindlichkeit.

Läsion
Umschriebene Störung einer Funktion oder eines Gewebegefüges (z.B. Knotenstruktur in einem Organ).

Latent
Verborgen, unsichtbar. Häufig gebraucht bei latenter Hyper- oder Hypothyreose (Synonym für Vorstadium der eigentlichen Funktionsstörung).

Lateral
In der Beschreibung medizinischer Befunde: seitlich, am Rand gelegen.

Leukämie
Sammelbegriff für bösartige Erkrankungen von Zellen der Blutbildung oder Lymphzellen. Auftreten im Knochenmark, jedoch auch im Blut und lymphatischen Geweben. Durch Verdrängung normaler Blutzellen kommt es zur Beeinträchtigung des Immunsystems, Blutarmut oder Blutgerinnungsstörungen, Infektionen durch Abwehrschwäche etc.

Levothyroxin
Schilddrüsenhormon Thyroxin. Es kann synthetisch hergestellt werden (Schilddrüsenhormontabletten gibt es von verschiedenen Herstellern).

Lokalisation
Bestimmung der örtlichen Lage eines Prozesses durch Untersuchungsmaßnahmen, z.B. Ultraschall, Szintigraphie, Tastbefund.

Lupus erythematodes
Autoimmunkrankheit. Bildung von Antikörpern gegen Bestandteile des Zellkerns und auch gegen Blutzellen. Dadurch entstehen Entzündungen innerhalb der Gefäßwände, die zu einer Reihe von Veränderungen im Bereich der Haut, der Gelenke und inneren Organe führen.

Lymphgefäße
Transportwege für Gewebeflüssigkeit.

Lymphknoten
"Filterstationen" an Lymphabflusswegen (z.B. Achselhöhlen, Kieferwinkel, Leistenregion).

Lymphom
Tumor, der vom Lymphgewebe ausgeht.

M

Maligne
Bösartig.

Malignität
Bösartigkeit.

Malignom
Bösartiger Tumor.

Mamma-Karzinom
Bezeichnung für Brustkrebs.

Manifestation
Erkennbarwerden einer Krankheit. Häufig gleichgesetzt mit Zeitpunkt des Entstehens der Krankheit.

MBq
Mega (Million) Bq (Bequerel).

Mediastinal
Das Mediastinum betreffend (Mediastinum = Bereich zwischen beiden Lungen.
Vordere Begrenzung: Brustbein, hintere Begrenzung: Brustwirbelsäule, obere Begrenzung: Schlüsselbein, untere Begrenzung: Zwerchfell).

Medulläres Schilddrüsenkarzinom
Gleicher Begriff für das C-Zell-Karzinom. Krebsform der Schilddrüse, ausgehend von den C-Zellen.

Melanozyten
In der Haut angesiedelte Zellen, die bei UV-Licht Melanin (dunkles Pigment) produzieren und in die Haut abgeben ("Bräunung" der Haut als Schutz vor Sonneneinstrahlung und Verbrennung).

Menorrhagien
Verlängerte/verstärkte Monatsblutung.

Metastasen
Tochtergeschwülste eines Schilddrüsenkrebses.

Mikro(gramm)/µ(g) (l) (mol)
Millionstel (Gramm) (Liter) (mol).

Mikrosomal
Von Mikrosomen stammend. Mikrosomen sind Zellbestandteile außerhalb des Zellkerns, in denen Proteine oder Enzyme gebildet werden.

Milli(liter)/m(l) (g) (mol)
Tausendstel (Liter/Gramm/mol).

Modulation
Durch äußere Reize oder Signale bedingte, reversible Änderung eines Funktionszustands/Ablaufs/Zustands von Zellen oder Organen.

Molekularbiologie
Lehre von der molekularen Struktur und Funktion von DNA/RNA und Eiweißen, vor allem Enzymen, sowie Einflüssen von außen auf die Moleküle.

Molekulargenetik
Verfahren zur Aufdeckung der Erbinformation und Fehlern in der Erbinformation (Mutationen).

Molekül
Kleinste Stoffeinheit, besteht aus zwei oder mehr Atomen.

Monophasisch
Mit einer Phase ausgestattet.

Monosymptomatisch
Ein Symptom aufweisend. Auftreten von nur einem von mehreren Symptomen einer Krankheit.

Monotherapie
Kombinationstherapie
Therapie mit einem Wirkstoff (z.B. thyreostatische Therapie bei Überfunktion).
Therapie mit zwei oder mehr Wirkstoffen (z.B. Kombination aus Thyreostatikum und Schilddrüsenhormon).

Morbide
Krankhaft, kränklich.

Morbus
Lateinischer Begriff für "Krankheit". Häufig Beiname für bestimmte Krankheiten, z.B. Morbus Basedow, Morbus Addison.

Morbus Addison
Nach einem englischen Arzt benannte Erkrankung der Nebenniere: Nebennierenrindenschwäche durch beidseitige Zerstörung oder Schädigung, bedingt durch verschiedene Erkrankungen, u.a. auch bei einer Autoimmunkrankheit, kombiniert mit der Hashimoto-Thyreoiditis (sogenanntes Schmidt-Syndrom: gleichzeitiges Vorkommen einer Autoimmunthyreoiditis und einer autoimmunbedingten Zerstörung der Nebennierenrinde). Symptome: Muskelschwäche, Abmagerung, bräunliche Pigmentierung der Haut, Blutdruck- und Temperaturerniedrigung, Blutveränderungen, verminderte Nebennierenhormone im Blut (erniedrigte Kortisolkonzentration).

Morphologie
Aufbau und Gestalt der Organe/Lebewesen.

Multifokal
An mehreren Stellen eines Organs auftretend.

Multiple endokrine Neoplasie
In mehreren "inneren" Drüsen auftretende Neubildungen (z. T. bösartig); ausgelöst durch Mutation in Chromosom 10, erblich, kommt vor zusammen mit erblich bedingten medullärem Schilddrüsenkarzinom.

Mutation
Abweichung vom ursprünglichen Bauplan der Erbinformation; kann Krankheiten verursachen (z.B. familiäre Form des medullären Schilddrüsenkarzinoms).

Myopathie, myopathisch
Muskelerkrankung (entzündlich oder degenerativ) infolge von Störungen des biochemischen Ablaufes in der Muskelzelle oder der neuronalen Regulation der Muskulatur.

Myxödem
Wassereinlagerungen in der Haut bei Schilddrüsenunterfunktion. Am häufigsten kommt das Myxödem im Bereich der Innenkante des Unterschenkels vor.

N

Nekrose
Lokaler Gewebsuntergang, Gewebstod, in einem Organismus.

Neoplasie
Neubildung von Zellen, die auf Bösartigkeit hindeutet.

Nervus recurrens
Stimmbandnerv; verläuft hinter der Schilddrüse; ist daher bei Operation gefährdet.

Neurose
Psychisch bedingte Gesundheitsstörung, von einer Psychose eindeutig abgrenzbar.

Nukleolen
Umgrenzter Bezirk im Zellkern, der die RNS (A) und Proteine enthält.

Nuklearmedizin
Diagnostische und therapeutische Anwendungen offener radioaktiver Stoffe.

O

Obduktion
Untersuchung eines Verstorbenen. Leicheneröffnung zur Feststellung der Todesursache.

Obligat/obligatorisch
Unbedingt, unerlässlich.

Obstipation
Stuhlverstopfung.

Okkultes Karzinom
Vorher nicht bekanntes und unentdecktes Karzinom, wird erst (zufällig) bei Operation gefunden.

Oligophrenie
Angeborener oder früher erworbener Intelligenzmangel.

Oligosymptomatisch
Nur mit wenigen Symptomen einhergehende Krankheit.

Onkologie/Onkologe
Fachgebiet (Spezialist) innerhalb der Medizin, welches sich mit bösartigen Erkrankungen befasst.

Onkozytom
Meist gutartiges, aus Onkozyten aufgebautes Neoplasma (onkozytäres Adenom = Hürthle-Zell-Adenom).

Onkozyten
Drüsenepithelzellen.

Oral
Zum Mund bzw. Mundhöhle gehörend, Einnahme durch den Mund (z.B. bei Tabletten – im Gegensatz zur Einbringung einer Substanz durch die Vene).

Orbita
Knöcherne Begrenzung der Augen.

Orbitopathie
Erkrankung der inneren und äußeren Augengewebe (steht meist im Zusammenhang mit einer Basedow-Erkrankung = endokrine Orbitopathie).

Organisch
Bezeichnung für lebend, lebendig. In der Chemie: chemische Verbindungen, die Kohlenstoff enthalten.

Osteo
Wortteil aus dem Lateinischen: den Knochen betreffend.

Osteoblast
Knochenzelle, baut Knochen auf.

Osteoklast
Baut enzymatisch und phagozytisch (Knochenfresszelle) Knochengewebe ab.

Osteoporose
Knochenentkalkung, Verlust von Knochenmasse.

P

Palpation
Abtasten.

Palpitation
Missempfindung oder Empfindung einer verstärkten und beschleunigten Herzaktion (Herzklopfen).

Papillär
Warzenförmig.

Papilläres Schilddrüsenkarzinom
Bösartige Geschwulst der Schilddrüse. Häufigste Krebsform der Schilddrüse, insgesamt gute bis sehr gute Prognose.

Paradox
Widersinnig, ungewöhnlich, entgegen dem normalerweise Erwartetem.

Parenchym
Spezifisches Gewebe eines Organs, z.B. Leberparenchym, Milzparenchym, Pankreasparenchym, etc.

Passager
Vorübergehend.

Pathogenese
Entstehung/Entwicklung einer Krankheit.

Pathologie (Pathologe)
Fachgebiet (Spezialist) innerhalb der Medizin; untersucht Organe und Gewebeteile auf krankhafte Beschaffenheit und deren Ursachen (z.B. Operationspräparate, Biopsien).

Peptid
Chemische Verbindung aus Aminosäuren, die zu einer Kette verknüpft sind.

Perikard
Herzbeutel. Schutz und Gleithülle des Herzens.

Peripher
Zur Körperoberfläche, zum äußeren Körperbereich, fern dem Zentrum gehörend.

Perkutan
Durch die Haut hindurch.

PET
Positronen-Emmisionstomographie; nuklearmedizinisches Schnittbildverfahren mit sehr hoher räumlicher Auflösung; bei Tumorerkrankungen und auch in Herz- und Hirndiagnostik eingesetzt.

Physiologisch
Bezeichnung für normalen, nicht gestörten, nicht-krankhaften Lebensvorgang.

Plazenta
Stoffwechselorgan im Bereich der Gebärmutter, das für das entstehende Kind Ernährungs-, Atmungs- und Ausscheidungsfunktion übernimmt.

Poly
Wortteil aus dem Griechischem: viel, mehr als normal.

Positronen
Bestandteil des Atoms in der Atomhülle, positiv geladenes Elektron, verbindet sich im Gewebe mit Elektronen und führt unter Materievernichtung zur Aussendung einer Strahlung, die von aussen aufgezeichnet werden kann. Wird in der PET-Methode eingesetzt.

Post partum/postpartal
Nach der Entbindung.

Prädisponiert
Bereitschaft bzw. Zustand, ein krankhaftes Geschehen oder eine Erkrankung zu entwickeln.

Prätibial
Vor dem Schienbeinknochen.

Prävalenz
Häufigkeit aller Fälle einer bestimmten Krankheit in einer Population zum Zeitpunkt der Untersuchung oder auf den Zeitraum bezogen (z.B. Anzahl Erkrankungen pro Einwohner pro Jahr).

Prävention
Präventivmedizin
Vorbeugung einer Krankheit, eines Mangels.
Fachgebiet der Medizin, welches sich mit Möglichkeiten der Krankheitsverhütung befasst.

Proband
Versuchsperson, Testperson.

Prognose
Vorhersage des Verlaufs einer Erkrankung (z.B. Krebs).

Proliferation
Vermehrung von Gewebe (häufig bei Entzündung, Wundheilung, Regeneration).

Prophylaxe
Vorbeugung.

Protein
Eiweiß.

Protrusio bulbi
Hervortreten der Augäpfel (meist sichtbar).

Pseudokarzinomatös
Krebsähnlich.

Psyche, psychisch
In der Psychiatrie benutzter Begriff für alle bewussten und unbewussten seelischen Vorgänge im Gegensatz zum biologischen-körperlichen Bereich des Menschen.

Pulsatil
Pulsierend, nachweisbare Pulsation. Begriff wird auch gebraucht für schwankende Freisetzung von Hormonen (z.B. im Tages- oder Nachtverlauf).

Punktion
Mit Nadel durchgeführtes gezieltes "Einstechen" in bestimmte – zumeist bösartigkeitsverdächtige – Areale, z.B. Knoten. Ziel: Entnahme von Zellen/Gewebsstückchen zur histologischen Untersuchung.

Q

Quantitativ
Messung, die die Menge oder die Zahl eines Zustands/Organs/Flüssigkeit etc. erfaßt.

R

Radioaktivität
Eigenschaft von Elementen unter Aussendung von Strahlung zu zerfallen (künstliche und natürliche Radioaktivität).

Radiojod/Jod-131
Isotop des Jods, wird zur nuklearmedizinischen Therapie gut- und bösartiger Schilddrüsenkrankheiten verwendet.

Radiojodtest
Untersuchung, die vor einer Radiojodtherapie durchgeführt wird. Mit ihr wird festgestellt, welche Menge radioaktive Jod für die Therapie erforderlich ist.

Radiojodtherapie
Behandlungsmethode zur Ausschaltung einer Überfunktion (z.B. unifokale Autonomie oder Basedow'sche Krankheit). Die Radiojodtherapie wird – in höherer Dosierung – auch zur Nachbehandlung nach Operationen eines Schilddrüsenkrebses eingesetzt. Für die Radiojodtherapie wird radioaktives Jod (I-131) eingesetzt.

Radionuklid
Natürliche oder künstliche radioaktive Nuklide. Werden häufig als radioaktive Spürstoffe für nuklearmedizinische Untersuchungen verwendet.

Reduktion
Ausdruck für: Zurückbringen, Zurückführen zur Ausgangs- oder Normalform.

Referenz
Bezug zu Normalwerten: Referenzwert im Labor = Bereich, in dem sich Normalwerte bewegen.

Regressiv
Zurückbilden, zurückentwickelnd, im Bereich von Zellen oder Geweben meist mit Atrophie (Schrumpfung), Degeneration oder Entdifferenzierung einhergehend.

Regulation
Durch Regelkreise gelenkte, koordinierte Funktion, die zur Aufrechterhaltung der normalen Körperfunktionen dient.

Releasing
In Verbindung mit Hormon: vom Zwischenhirn (Hypothalamus) produziertes Neurohormon, das in der Hypophyse die Abgabe von organstimulierenden Hormonen freisetzt (release). Z.B. TRH = Thyrotropin Releasing Hormone setzt TSH frei.

Remission
Heilung/Rückgang einer Erkrankung (Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes). Bei M. Basedow spricht man von Remission, wenn die Krankheit nach Behandlung mit Schilddrüsenblockern zum Verschwinden kommt.
Beim Schilddrüsenkrebs bedeutet es, dass die Krankheit gestoppt, zum Stillstand gebracht wurde und der Patient tumorfrei ist.

Renal
Die Niere betreffend (z.B. renale Ausscheidung: Ausscheidung über die Niere).

Resektion
Entfernung von Gewebe oder Teilen eines Organs oder eines ganzen Organs.

Resistenz
Widerstandsfähigkeit, des Organismus, einzelner Organe, Immunsystems, gegen schädigende äussere Einflüsse, z.B. Erreger (Viren, Bakterien), Gifte, Chemikalien etc.

Resorption
Aufnahme eines Stoffes/Flüssigkeit/Teilchen in Richtung Blut oder Lymphe. Resorption kann diffus (passiv) oder aktiv erfolgen.

Rezeptor
Region an oder innerhalb einer Zelle, die als "Empfangsstelle" für Botenstoffe oder Eiweisskörper funktioniert (z.B. Hormonrezeptor, TSH-Rezeptor). Ohne Rezeptor kann die Wirkung von Hormonen an die Zellen nicht vermittelt werden.

Rezidiv
Als Rezidiv bezeichnet man das Wiederauftreten einer Erkrankung (z.B. einer Überfunktion oder auch einer Krebserkrankung; auch nach einer Schilddrüsenoperation wegen einer Struma kann ein Rezidiv auftreten).

Rezidivstruma
Erneute Struma nach vorangegangener Beseitigung (Medikamente, Operation, Radiojodtherapie).

S

Sanierung
Wiederherstellung, Einsatz von Maßnahmen und Methoden, die den Gesundheitszustand wieder herstellen.

Sarkom
Bösartige Geschwulst, geht von Gewebezellen aus (z.B. Weichteil-, Stützgewebe), metastasiert auf dem Blutweg.

Schildknorpel
Bestandteil des Kehlkopfs (größter Knorpel des Kehlkopfs, "Adamsapfel"), seitlich davon sitzt die Schilddrüse, die davon ihren Namen hat.

Schilddrüsenkrebs (Schilddrüsenkarzinom)
Verschiedene Formen: Papillär (am häufigsten; beste Prognose) , Follikulär (zweithäufigste Form); Medullär (von C-Zellen ausgehend, speichert kein Jod); Anaplastisch (undifferenziert, bösartigste Form).

Sediment
Niederschlag, Ablagerung von Teilchen in einer Flüssigkeit.

Sensibilität
Empfindlichkeit, Feinfühligkeit, Fähigkeit, bestimmte Reize aufzunehmen.

Sensitivität
Bezeichnung für die Eignung einer Methode, bestimmte kranke Personen innerhalb einer Gruppe zu erkennen (Gesamtzahl der Erkrankten unter einer Gruppe von Testpersonen).

Serum
Blutflüssigkeit ohne Blutzellen.

Sezernieren
Absondern, Abgabe wichtiger Stoffe, z.B. Hormonenzyme durch Drüsenzellen.
Äußere Sekretion: Abgabe von Sekret an die Körperoberfläche.
Innere oder endokrine Sekretion: Abgabe durch endokrine Drüsen (z.B. Schilddrüsenhormone) direkt in die Blutbahn.

Silent Thyreoiditis
"Stumme" Thyreoiditis. Autoimmun-bedingte akute Thyreoiditis, die häufig mit einer Überfunktion einhergeht.

Solide
Fest. Verwendung meist im Zusammenhang mit Knoten, die nicht zystisch (flüssigkeitsgefüllt) sind.

Solitär
Bezeichnung für: einzeln, vereinzelt.

Somatisch
Körperlich, zum Körper gehörend.

Sonogramm
Bei einer Ultraschalluntersuchung erzeugtes Bild.

Sonographie der Schilddrüse
Untersuchung der Schilddrüse mittels Ultraschalls.

Spezifität
Eigenschaften oder Merkmale von Gegenständen, die sich von einander unterscheiden. Im statistischen Bereich ist Spezifität definiert als Anteil der richtig negativen Ergebnisse, geteilt durch die Gesamtanzahl der Normalergebnisse oder Gesunden innerhalb einer Population.

Spinal
Lateinische Bezeichnung für: dornförmig. Wird verwendet für: die Wirbelsäule bzw. das Rückenmark betreffend.

Spurenelement
Element (wie Jod, Selen oder Fluor), welches für die Funktion bestimmter Organe wichtig ist und nur in sehr geringen Mengen ("Spuren") benötigt wird.

Steriliät
Unfruchtbarkeit. Zeitweilige oder dauerhafte Unfähigkeit zur Fortpflanzung.

Struma
Kropf.

Sub
Vorsilbe oder Vorwort aus dem Lateinischen: unter, unterhalb, weniger, niedriger.

Subakut
Mäßig akut. Wird in Zusammenhang mit der Thyreoiditis de Quervain verwendet (subakute Thyreoiditis).

Substernal
Unterhalb des Brustbeins befindlich.

Substitution (therapie)
Ersatz eines nicht mehr produzierten, lebenswichtigen Hormons (z.B. Insulin, Schilddrüsenhormon) durch Zufuhr des künstlichen hergestellten Hormons von aussen.

Suppression
"Unterdrückung". Begriff wird verwendet bei Durchführung eines Tests zur Unterdrückung der Jodaufnahme in die Schilddrüse durch Schilddrüsenhormon in hoher Dosierung.

Symporter
Bezeichnung für den Mechanismus der Jodaufnahme in die Schilddrüsenzellen.

Symptom
Anzeichen, Zeichen für eine Erkrankung.

Systole
Kontraktion des Herzens; Zeitraum, in der das im Herzinnenraum befindliche Blut herausbefördert wird.

Szintigraphie
Für die Szintigraphie wird die Substanz Technetium-99m-Pertechnetat verwendet. Tc-99m ist eine kurzlebige radioaktive Substanz, die jodähnliche Eigenschaften nachweist, und daher - ähnlich wie Jod - von den Schilddrüsenzellen aufgenommen wird. Die Szintigraphie repräsentiert die regionale Jodaufnahme in der Schilddrüse.

T

Tachyarrhythmie
Bezeichnung für die schnelle Form der absoluten Arrhythmie (unregelmäßige Herzaktion).

Tachykardie/Bradykardie
Schneller/langsamer Herzschlag.

TBG (Thyroxin bindendes Globulin)
Trägereiweiß für Schilddrüsenhormon im Blut.

Tc-99m
Technetium-99m. Schwach radioaktive Substanz, wird zur Szintigraphie der Schilddrüse verwendet.

TG-Antikörper (Tg AK)
Antikörper, die vom Immunsystem gebildet werden und gegen das Eiweiß Thyreoglobulin (TG) gerichtet sind. TG-Antikörper findet man häufig erhöht bei der Hashimoto-Thyreoiditis.

Thiamazol
Schilddrüsenblocker; wird in der Behandlung der Überfunktion eingesetzt.

Thrombosierung
Bezeichnung für Thrombosebildung (Blutgerinnsel).

T3
Schilddrüsenhormon Trijodthyronin.

T4
Schilddrüsenhormon Tetrajodthyronin (Thyroxin).

Thyreoidea (Glandula thyreoidea)
Lateinische Bezeichnung für Schilddrüse.

Thyreoglobulin (Tg)
Eiweiß, das in der Schilddrüse die Hormone T3 und T4 speichert.

Thyreoidea
Lateinisches Wort für Schilddrüse.

Thyreoidektomie
Entfernung der Schilddrüse.

Thyreoiditis
Schilddrüsenentzündung.

Thyreose
Schilddrüsenerkrankung, nicht entzündlich, meist verwendet in Verbindung mit Hyper- oder Hypothyreose.

Thyreostatika
Sogenannte Schilddrüsenblocker, Medikamente, die die Schilddrüsenfunktion hemmen und die Produktion der Schilddrüsenhormone drosseln.

Thyreotrop
Die Schilddrüsenfunktion stimulierend (thyreotropes Hormon = TSH).

Thyreozyt
Schilddrüsenzelle, in der Schilddrüsenhormon hergestellt wird.

Topographie
Beschreibung der örtlichen Lageverhältnisse von Geweben oder Organen im Körper (z.B. in der Anatomie).

Toxikologie
Lehre von der Wirkung von Giften, Vergiftungen, Teilgebiet der Pharmakologie.

TPO-Antikörper (TPO AK)
Autoantikörper, produziert vom Immunsystem, gerichtet gegen den Schilddrüsenbestandteil thyreoidale Peroxidase. Die TPO-Antikörper findet man häufig erhöht bei der Hashimoto-Thyreoiditis und auch bei der Basedow´schen Erkrankung.

Transskription
Herstellung eines RNS-Stranges durch "Kopierung" an der Sequenz der Aminosäuren in der DNA. Erster Schritt in der Realisierung der genetischen Information bei der Eiweißsynthese.

TRH
Hormon, das vom Zwischenhirn hergestellt wird und die Ausschüttung des Hormons TSH stimuliert.

Tripeptid
Aus drei Aminosäuren bestehende biochemische Verbindungen.

TSH
Hormon, das von der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) hergestellt wird und die Schilddrüse zur Produktion von Hormonen stimuliert.

TSH-R AK
Autoantikörper; gerichtet gegen den Rezeptor für TSH; stimuliert – wie TSH – die Schilddrüsenzelle und führt so zur Überfunktion; erhöht bei Basedowscher Erkrankung.

Tumor
Geschwulst (gut- oder bösartig).

Tumormarker
Substanz, die im Blut gemessen werden kann und die von einem bestimmten Tumor gebildet wird: Wichtige Tumormarker in der Schilddrüsendiagnostik sind Calcitonin und Thyreoglobulin. Mit Tumormarkern kann entweder ein Tumor frühzeitig nachgewiesen werden oder - wenn der Tumor operiert ist - ein Rezidiv (Wiederauftreten) oder Metastasen (Fernabsiedlungen) erkannt werden.

U

Undifferenziertes Karzinom
Krebs, dessen Zellen keine Ähnlichkeit mit ursprünglichen, gesunden Schilddrüsenzellen aufweisen.

Unifokale Autonomie (alter Begriff: "autonomes Adenom")
Einzelner "heißer" Knoten; kann zur Überfunktion führen.

Uptake (Aufnahme)
Meßwert für Aufnahme einer radioaktiven Substanz in der Schilddrüse; Beispiel: hoher Uptake bei Überfunktion; niedriger Uptake bei Entzündungen und Unterfunktion oder "kalten" Knoten.

V

Vaskulär
Gefäße/Blutgefäße betreffend.

Vaskularisation
Gefäßversorgung eines Organs oder Gewebeanteils.

Vitiligo
Weißfleckenkrankheit der Haut; kommt manchmal zusammen mit Hashimoto-Thyreoiditis vor.

W

Wolff-Chaikoff-Effekt
Bezeichnung für Blockade der Jodaufnahme bei Zufuhr sehr hoher Jodmengen. Dadurch wird auch die Hormonsynthese (Bildung von T4) reduziert. Dieser Effekt wird manchmal in der Behandlung der thyreotoxischen Krise im Rahmen einer Operationsvorbereitung eingesetzt.

Z

Zirkadian
Zumeist gebraucht im Zusammenhang mit zirkadianem Rhythmus: von innen heraus gesteuerte, alle biologischen Funktionen betreffende Rhythmizität, die durch Tagesschwankungen synchronisiert wird.

Zyste
Hohlraum in einem Organ; entsteht häufig durch Einblutung; kann mit der Sonographie leicht erkannt werden. Größere Zysten in der Schilddrüse können durch Punktion entleert werden.

Zytokine
Bezeichnung für bestimmte Substanzen (z.B. Interferone, Interleukine und verschiedene Wachstums- und Stimulationsfaktoren), die von Zellen produziert werden.

Zytologie (Zytologe)
Fachgebiet (Spezialist) innerhalb der Medizin. Untersucht einzelne Zellen (Zyten) auf krankhafte Veränderungen (z.B. durch Punktion entnommene Zellen).

Zytostatika
Hemmstoffe der Zellteilung. Substanzen, die in der Behandlung bösartiger Tumoren eingesetzt werden.