9. Arzt-Patientenseminar
Mai 2008

Teil 1
Fragensammlung für das 9. Arzt-Patienten-Seminar Mai 2008

Ruth:
Der supprimierte TSH-Wert ist bei Frauen in der Menopause von Bedeutung. Bei Ihnen sollte eine Knochendichtemessung durchgeführt werden.

Colette:
1.Es gibt eine Verlaufsform der Hashimoto-Thyreoiditis, bei der keine Antikörper im Serum nachweisbar sind.
2.Ein bis zwei Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht sind sicherlich zu viel.
3.Osteoporose ist ein Thema bei Frauen in den Wechseljahren.

Summse:
1.Der TSH-Wert sollte zwischen 1 und 1,5 liegen.
2.Die Antikörper haben keinen Einfluss auf die Fertilität.
3.Durch GnRH-Analoga steigt der Schilddrüsenhormonbedarf, so dass die Dosis erhöht werden muss.
4.Siehe 3.
5.In wöchentlichen Abständen.
6.Wenn möglich, ja.

Irlandfan:
Die Frage lässt sich ohne Vorlage von Laborwerten schlecht beantworten.

Esther:
Bei Kindern sollte auf jeden Fall in halbjährlichen bis jährlichen Abständen eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden. Kann sein, dass die Schilddrüse noch wächst.
ADHS und Unterfunktion kommen nicht selten zusammen vor.

Johannes:
Die „Retardfunktion“ von Armour Thyroid liegt daran, dass das Hormon artfremd ist und damit nicht so rasch wie synthetisches Hormon an die Rezeptoren gebunden wird.
Es kommt vor, dass auch die Kortisolproduktion bei Hashimoto-Patienten erniedrigt ist. Dies lässt sich durch einen einfachen Bluttest, am besten morgens zwischen 8 und 9 feststellen.

SHG Freiburg:
1.Eine Umwandlungsstörung erkennt man an einem im unteren Normbereich liegenden fT3.
2.?
3.Thomapyrin

Panna:
1a. Durch Weiterentwicklung der Testsysteme hat sich die Frage nach blockierenden TRAK erledigt.
1b. Oft geht die Morbus-Basedow-Erkrankung und die Hashimoto-Erkrankung im Wechsel einher, meist überwiegt, wenn die Hashimoto-Komponente überwiegt, die Hashimoto-Komponente
1c. Siehe 1b
2.Das prätibiale Myxödem, wie auch die Augensymptome wird durch stimulierende TRAK verursacht.

Lolle:
1.Durch den früher bestehenden Jodmangel und genetische Disposition.
2.Es gibt Knoten auch in normal großer Schilddrüse.
3.Bedeutung insofern, dass sich dadurch evtl. eine Beschleunigung der Verkleinerung der Schilddrüse manifestiert.

Christina:
1.Selen
2.200 µg
3.Es gibt Adressen von Labors, die wir zur Verfügung stellen können, die aber auch im Hashimoto-Forum erhältlich sind.

Outdoor:
1.Nur Frauen in der Postmenopause.
2.Mir nicht bekannt.

Petra:
1.TSH mit 2,4 ist nach unseren Normbereichen etwas zu hoch. Der erhöhte fT3-Wert ist kompensatorisch bei leichter Unterfunktion erhöht.
2.Bei einer Hashimoto-Diagnose ist eine Carbimazol-Therapie unsinnig.

Oliver:
1.Eine gleichmäßige Speicherung in der Szintigraphie bedeutet nicht, dass die Schilddrüse ausreichend Hormone produziert.
2.Ein IGF-Wert von 211 ist in der Norm. Die Empfehlungsliste von Dr. Herthoge enthält Werte von über 300.

Emilia:
Die 60% beziehen sich auf die Stimulation auf das übergeordnete Hormon TSH. Wenn diese ausfällt, ist die Schilddrüsenleistung auf etwa 60%.

Gucci:
T3 wirkt an den Rezeptoren des Herzens und macht sie empfindlicher für Adrenalin.

Monika F.:
1.Es gibt einige Hashimoto-Patienten, die Probleme mit dem Sehen haben. Offensichtlich hängt das damit zusammen, dass die Nervenleitgeschwindigkeit bei Unterfunktion erniedrigt ist und damit die Augenbeweglichkeit und auch die Linsenkontraktion eingeschränkt ist.
2.Nein
3.Es gibt zusätzlich zur Hashimoto-Erkrankung rheumatische Autoimmunerkrankungen, die zu Gelenkschmerzen führen.
4.Hashimoto ist keine bakterielle oder virale Entzündung, dadurch ist die Blutsenkung normal.

Nate:
1.Sehr wahrscheinlich ist die Dosierung des Schilddrüsenhormons zu hoch.
2.?
3.Die Aussage ist so nicht richtig, es gibt zusätzlich zur Hashimoto-Erkrankung (in einem geringen Prozentsatz) auch eine Autoimmunerkrankung der Leber. Die Leberwerte sind dann erhöht, wenn die L-Thyroxin-Dosierung zu hoch ist.

Leni:
1.Hängt von der aktuellen Laborsituation ab.
2.Es gibt Studien die belegen, dass Hashimoto-Patienten vorzeitig graue/weiße Haare bekommen. Das Phänomen der ausfallenden Augenbrauen an den äußeren Enden wird auch als Herthoge-Syndrom bezeichnet.
3.Das ist eine politische Frage, auf die die Ärzte keinen Einfluss haben (EU-Kommission).
4.?
5.Kann ich nicht beantworten.

 

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