Rekombinantes TSH (rTSH) für Krebspatienten

Seit kurzem ist das gentechnisch hergestellte rTSH (ThyrogenR) für die Thyreoglobulin-Bestimmung in der Nachsorge bei operierten und mit Radiojod therapierten Karzinom Patienten zugelassen.

Thyreoglobulin ist der wichtigste Tumormarker in der Nachsorge bei Schilddrüsenkrebs.

> Wie und wofür wird rTSH eingesetzt?

rTSH ist identisch mit dem von der Hypophyse hergestellten TSH.
Seit einigen Jahren wird rTSH daher zur Radiojoddiagnostik eingesetzt; der Vorteil besteht darin, dass die Patienten ihre Schilddrüsenhormontabletten nicht absetzen müssen. Ihnen wird damit die als unangenehm empfundene Unterfunktion erspart.
rTSH stimuliert nämlich - genau wie das körpereigene TSH - die Jodaufnahme in Schilddrüsengewebe.

Denselben Effekt hat rTSH auch auf die Thyreoglobulin-Produktion von Schilddrüsenzellen. Durch die Stimulation des Thyreoglobulins mit TSH können noch verbliebene oder neu entstandene Krebszellen noch früher erkannt werden.