
Eine Forschergruppe aus Kopenhagen (Hals-Nasen-Ohrenklinik) hat eine Studie veröffentlicht, in der die Wirksamkeit einer Laserbehandlung auf gutartige Schilddrüsenknoten untersucht wurde.
30 Frauen mit einem solitären (= einzigen), gutartigen Schilddrüsenknoten wurden randomisiert (per Zufall) zwei Behandlungsgruppen zugewiesen:
Alter, Knotengröße und Häufigkeit der Beschwerden waren in beiden Gruppen identisch.
Die Patienten wurden über 6 Monate nach beobachtet. Alle Frauen hatten lokale Beschwerden und fanden den Knoten kosmetisch störend. Allerdings lehnten sie ein operatives Vorgehen zur Beseitigung des Knotens ab.
Unter Lokalanästhesie wurde eine Lasersonde Ultraschall gesteuert in den Knoten eingeführt. Das Knotenvolumen wurde vor der Therapie, sowie 1 und 6 Monate danach per Ultraschall gemessen. Die Patientinnen bewerteten die Auswirkungen der Therapie auf das kosmetische Erscheinungsbild und auf die lokalen Symptome.
Damit steht gut 130 Jahre nach Beginn der Schilddrüsenchirurgie erstmals ein wirklich nicht-invasives Verfahren zur Knotenverkleinerung zur Verfügung. Ein weiterer entscheidender Vorteil gegenüber der konventionellen Operation: es ist nur eine lokale Anästhesie notwendig.
Literatur: Dossing H, Bennedbaek FN, Hegedüs L: Effect of ultrasound-guided interstitial laser photocoagulation on benign solitary cold thyroid nodules - a randomised study. Eur J Endocrinol 2005; 152:341-5.
(C) 2005 Prof. Hotze