Newsletter Oktober 2003

Was gibt es Neues?

Seit einigen Monaten haben wir Teilbereiche der ästhetischen Medizin in unser Leistungsspektrum aufgenommen.

Was ist "ästhetische Medizin"?

Mit Hilfe der ästhetischen Medizin können z.B. störende Faltenbildungen im Gesicht (z.B. mimische Falten, "Krähenfüße", "Zornesfalten") beseitigt werden.

Welche Methoden bieten wir an?

Wir haben zwei sanfte und natürliche Verfahren der ästhetischen Medizin in unser Leistungsspektrum aufgenommen. Mit ihnen können auf natürliche Weise störende Faltenbildungen im Gesicht beseitigt werden.

Neues Arzt-Patienten-Seminar

Am 25.10.2003 findet das 4. Arzt-Patienten-Seminar in den Räumen unserer Praxis statt. Teilnehmen werden Ärzte und interessierte Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis. Es geht diesmal um das Thema KPU.

Was ist KPU?

KPU ist die Abkürzung für Kryptopyrrolurie. Erst seit kurzem ist zu diesem Phänomen etwas bekannt.

Was bedeutet der Begriff und welche Aussagen können mit einem Test getroffen werden?

Der so genannte KPU-Test ergibt die Möglichkeit, latente Störungen im Blutstoffwechsel aufzudecken, lange bevor diese Beschwerden machen und lange bevor auch andere Methoden dies zeigen.

Zusammenhang mit Hashimoto?

Es hat sich gezeigt, dass die meisten Hashimoto-Patienten eine KPU haben.

Wie kann KPU nachgewiesen werden?

KPU wird durch eine Urinuntersuchung nachgewiesen.

Welche Symptome sind mit KPU verbunden?

Störungen des Kurzzeitgedächtnisses und des Konzentrationsvermögens sind typisch, aber auch wiederkehrende Bauchkoliken, Übelkeit, Herzrasen und Blutdruckschwankungen.

Welche Möglichkeiten einer Behandlung gibt es oder gibt es überhaupt eine Behandlung?

Ja, es gibt eine Behandlungsmöglichkeit. Eine Mischung aus Vitaminen und Mineralstoffen, genannt Kyptosan, mit deren Einnahme ein Teil der Beschwerden verbessert werden kann.

Nach Aussagen von Betroffenen verschwinden die psychischen Symptome schon nach einigen Tagen der Einnahme. Körperliche Symptome brauchen einige Wochen bis Monate.

Fortsetzung der News Reihe: "Überalterung der Gesellschaft"

Auswirkung der Überalterung der Gesellschaft auf das Gesundheitssystem

Seriöse Berechnungen beweisen, dass im Zeitraum bis 2100 auf der Erde 11 Mrd. Menschen leben werden. 90% davon leben in Entwicklungsländern, nur 10% in den Industrieländern.
Die Industrieländer werden ihre niedrigen Geburtenraten behalten, auch die Sterberate bleibt niedrig.

Die Krankheitsentwicklung in den Industrieländern wird zu einem Kernproblem werden. Die Zahl der Menschen mit Morbus Alzheimer wird dramatisch ansteigen. Dadurch kommt es zu einer Explosion der Gesundheitskosten. Ein Problem wird auch die Entwicklung der Medizintechnologie sein, da gerade spektakuläre Techniken ein verstärktes Interesse in der Öffentlichkeit (durch die Medien) haben, je bekannter eine Methode und je spektakulärer sie ist, desto stärker wird sie auch nachgefragt. Bei den Berichterstattungen über spektakuläre Techniken steht natürlich die Kostenseite der Technik nicht im Vordergrund. In Zukunft wird Spitzentechnologie nicht mehr für alle oder für alle Altersgruppen zur Verfügung stehen. Die Rationierung von technischen Leistungen in Bezug auf die Erkrankung und auch das Alter wird unausweichlich. Erste Auswirkungen dieser Rationierungsphase sind bereits heute zu beobachten.

Welche Lösungsansätze gibt es?

  1. Mit zunehmendem Lebensalter muss auf aufwendige technische Untersuchungs- und Therapieverfahren verzichtet werden.
  2. Die Prävention von Krankheiten muss zeitlich vor verlagert werden in Zeiten der Krankheitsarmut oder der Gesundheit. Ziel muss es sein, bereits jüngere Menschen bei vollständiger Gesundheit so mit präventiven Maßnahmen zu versorgen, dass sie soweit als möglich symptom- und krankheitsfrei alt werden können, um somit den Beginn der altersbedingten Beschwerden/Krankheiten soweit als möglich in das Alter hinein zu verschieben.

Compression of morbidity

Was bedeutet das?
Damit ist gemeint, das Auftreten von Erkrankungen auf einen möglichst kurzen zeitlichen Rahmen zu begrenzen.
Umfragen belegen, dass die größte Angst der Menschen darin besteht, im Alter zu einem Pflegefall zu werden. Demographische Berechnungen zeigen, dass es im Jahre 2050 in Deutschland 5 Millionen pflegebedürftige Menschen geben wird, viele von ihnen mit Morbus Alzheimer.

Wie kann diese Zahl verringert werden?
Das einzige Mittel diese Zahl zu reduzieren ist die primäre Prävention.

Was heißt primäre Prävention?
Vorbeugende Maßnahmen in einer Zeit absoluter und vollständiger Gesundheit bereits im jüngeren Lebensalter. Diese Form der Prävention wird aber nur bei 4% der Menschen betrieben.

Woran liegt das?
Die Effekte der Prävention sind schwer messbar. Der Spontanverlauf kann im Einzelfall nie vorausgesagt werden. Mit anderen Worten, ob sich eine primäre Prävention ausgezahlt hat, kann der Einzelne nicht entscheiden, da er den Vorgang bei sich selber nicht wiederholen kann, d.h. er kann nicht einmal mit und einmal ohne Prävention leben und entscheiden, was besser war.

Außerdem fehlen evidenzbasierte Studien.

Was sind evidenzbasierte Ergebnisse?
Ergebnisse an einer großen Population, bei der eine Maßnahme eingesetzt wurde im Vergleich zu einer Population, die diese Maßnahme nicht ergriffen hat.

Ein Beispiel dazu: Ein Raucher und ein Nichtraucher treffen sich. Der Raucher sagt "Rauchen ist gut, mein Großvater war 90 und hat sein ganzes Leben lang geraucht.". Diese Aussage ist unbestritten richtig. Richtig ist jedoch auch, dass, wenn man eine Vielzahl von Menschen untersucht, viel mehr Menschen krank werden, wenn sie rauchen, als wenn sie es nicht tun. D.h. der Verzicht auf Rauchen ist eine aktive primäre Prävention. Weiteres Beispiel und Beweis für die Nicht-Beweisbarkeit von primärer Prävention: Der Großvater des anderen, der geraucht hat und mit 60 Lungenkrebs bekommen hat, kann sein Leben nicht nochmals wiederholen und rückwirkend mit dem Rauchen aufhören.

Welche Präventionselemente gibt es?
Einige Beispiele: Verringerung des Blutdrucks, aktive Senkung des Cholesterins, Diabetes-Prävention und -Therapie, Stressabbau, hormonelle Prävention, Zufuhr von Mineralstoffen/Vitaminmischungen.

(C) 2003 Prof. Hotze