Augenbeteiligung bei Morbus Basedow

(medizinische Fachbezeichnung: Endokrine Orbitopathie)

Carl-Adolph von Basedow hat in einer Publikation vom 19. Jahrhundert im deutschsprachigen Raum als erster den Zusammenhang zwischen Überfunktion und Augenveränderungen beschrieben: „Glotzaugen“.

Bei der Basedow´schen Erkrankung kommt es recht häufig auch zu Augenveränderungen, bei denen die Augen aus den Augenhöhlen heraustreten. Weitere Symptome sind Schwellungen, weite Lidspalten, Lichtempfindlichkeit, vermehrtes Augentränen, Fremdkörpergefühl, Doppelbilder, Veränderungen der Sehschärfe. Ursache sind die schilddrüsenspezifischen Antikörper (gegen den TSH-Rezeptor gerichtete Autoantikörper).

Therapie

Die Therapie der endokrinen Orbitopathie besteht in der Beseitigung der Basedow´schen Erkrankung, hierbei wird die Operation bevorzugt. Unabhängig von der Operation kann bei schwereren Verlaufsformen eine Kortisontherapie durchgeführt werden.
Bei milderen Verlaufsformen reichen folgende Maßnahmen:

Weiterführende Diagnostik

Bei Doppelbildern ist es erforderlich, eine Magnetresonanztomographie der Augenmuskeln vorzunehmen, um das Ausmaß der Entzündung der Augen bewegenden Muskeln festzustellen.

Weiterführende Therapie

Bei Nichtansprechen der zuvor genannten Maßnahmen gibt es folgende Möglichkeiten: