Seit kurzem ist das gentechnisch hergestellte rTSH (ThyrogenR) für die Thyreoglobulin-Bestimmung
in der Nachsorge bei operierten und mit Radiojod therapierten Karzinom Patienten
zugelassen.
Thyreoglobulin ist der wichtigste Tumormarker in der Nachsorge bei Schilddrüsenkrebs.
rTSH ist identisch mit dem von der Hypophyse hergestellten TSH.
Seit einigen Jahren wird rTSH daher zur Radiojoddiagnostik eingesetzt; der Vorteil
besteht darin, dass die Patienten ihre Schilddrüsenhormontabletten nicht absetzen
müssen. Ihnen wird damit die als unangenehm empfundene Unterfunktion erspart.
rTSH stimuliert nämlich - genau wie das körpereigene TSH - die Jodaufnahme in
Schilddrüsengewebe.
Denselben Effekt hat rTSH auch auf die Thyreoglobulin-Produktion von Schilddrüsenzellen. Durch die Stimulation des Thyreoglobulins mit TSH können noch verbliebene oder neu entstandene Krebszellen noch früher erkannt werden.