Struma ist der medizinische Ausdruck für eine Vergrößerung der Schilddrüse.
Unterschieden wird dabei zwischen:
Vergrößerung ohne Knoten (Struma diffusa)
Vergrößerung mit Knoten (Struma nodosa).
In über 90% liegt als Ursache ein Jodmangel zugrunde.
Nach neueren Untersuchungen beträgt die Häufigkeit bei Erwachsenen rund 50%, bei Kindern ca. 20%. Frauen sind häufiger betroffen. Bei rund 30% liegt eine Knotenstruma vor.
Wenn das Volumen der Schilddrüse folgende Größen überschreitet:
Frauen: 18 ml (Gramm)
Männer: 25 ml (Gramm).
Ja. Die Werte 18 bzw. 25 ml gelten für Erwachsene. Für Kinder gelten folgende Richtwerte:
Bis 4 Jahre: < 3 ml
bis 6 Jahre: < 4ml
bis 10 Jahre: < 6 ml
bis 12 Jahre: < 7 ml
bis 14 Jahre: < 10
bis 18 Jahre: 15 ml.
Durch Ultraschall. Dabei werden Länge, Breite und Tiefe gemessen. Nach einer Formel wird daraus das Volumen (ml) ermittelt. Das Volumen in ml entspricht auch dem Gewicht in Gramm.
Kleine Strumen:
Häufig keine Beschwerden.
Bei zunehmendem Wachstum:
Missempfindungen, Vermeiden geschlossener Krägen, Druck-, Kloßgefühl, häufiges
Räuspern.
Bei sehr großen Strumen:
Luftnot, Heiserkeit, pfeifendes Geräusch beim Atmen, sichtbare Halsvenen.
In den meisten Fällen besteht eine Normalfunktion. Trotzdem muss eine Blutuntersuchung durchgeführt werden, um eine Funktionsstörung auszuschließen, da natürlich zusätzlich eine Funktionsstörung vorliegen kann.
Es stehen 3 Möglichkeiten zur Verfügung:
Jodid, Schilddrüsenhormon, Kombination aus Jodid und Schilddrüsenhormon.
Welches der Verfahren zum Einsatz kommt, muss individuell entschieden werden. Es hängt ab von Größe, Vorhandensein von Knoten, Alter des Patienten, Begleitkrankheiten etc.
Ja. Die Radiojodtherapie wird in bestimmten Situationen durchaus zur Verkleinerungstherapie eingesetzt.
Eine Operation wird nötig, wenn
Ja. Sie kann bis zu 30% größer werden. Daher wird die Behandlung während einer Schwangerschaft fortgesetzt. Wenn noch nicht geschehen, sollte die Schwangere auch täglich 200 µg Jod einnehmen.
Wenn noch keine Behandlung eingeleitet wurde, sollte auf jeden Fall eine Jodzufuhr gewährleistet sein.
Wenn in der Familie bereits Strumen vorgekommen sind, sollten Kinder prophylaktisch Jodtabletten erhalten.
Dosierung:
Kinder < 10 Jahre: 100 µg täglich
Kinder > 10 Jahre: 200 µg täglich.